Die Diagnose Schilddrüsenkrebs bedeutet für Betroffene und Angehörige meist einen Schock. Doch bei dieser Krebserkrankung bestehen in der Regel sehr gute Heilungschancen. Die moderne Medizin hat in den letzten Jahren sehr große Fortschritte gemacht, so dass mit modernen Therapieoptionen die Behandlungszeiten auf ein Minimum verkürzt werden können. Jetzt kann die Therapie bereits innerhalb von ca. 14 Tagen abgeschlossen werden, anstatt erst nach mehreren Wochen.
In der Regel müssen sich die Patienten zunächst einer Operation unterziehen. Unabhängig vom Karzinomtyp ist die operative Entfernung der kranken Schilddrüse und die Untersuchung des Gewebes meist das Mittel der Wahl und der erste Schritt in Richtung Genesung. In Einzelfällen kann eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) vor der OP sinnvoll sein.
Der Chirurg entfernt bei der Operation nach Möglichkeit die gesamte Schilddrüse, um sicherzugehen, dass der Krebs mit entfernt wurde. Manchmal wird nur ein Teil der Schilddrüse entfernt bzw. erst mit einem Gewebetest während der OP darüber entschieden. In seltenen Fällen können bei der OP Komplikationen auftreten, zum Beispiel eine Stimmbandlähmung, auch Rekurrensparese genannt. Der behandelnde Facharzt kann Patienten über mögliche Risiken aufklären.
Nach Entfernung der Schilddrüse verliert der Körper die Fähigkeit, Schilddrüsenhormone herzustellen – sie müssen nach der OP durch Tabletten von außen zugeführt werden. Für die meisten Patienten ist dies ohne weitere Komplikationen möglich.