Die beiden wichtigsten Schilddrüsenhormone sind T3 (Trijodthyronin) und T4 (Thyroxin). Zur Produktion dieser Hormone benötigt die Schilddrüse Jod, das sie sich schnell und effektiv aus dem Körper holen kann. Die dann produzierten Schilddrüsenhormone werden gespeichert und nach Bedarf an das Blut abgegeben. Die Hormone wirken auf Herz und Kreislauf, erweitern die Blutgefäße, beschleunigen den Herzschlag und regeln den Blutdruck. Sie aktivieren aber auch den Fett- und Bindegewebsstoffwechsel, die Schweiß- und Talgdrüsen der Haut und die Nieren- und Darmtätigkeit des menschlichen Körpers. Außerdem sind die Schilddrüsenhormone wesentlich für viele Wachstumsprozesse verantwortlich und steigern Grundumsatz und Energieverbrauch des gesamten Organismus.
Für den Aufbau des Thyroxins benötigt die Schilddrüse täglich etwa 200 Mikrogramm von dem Spurenelement Jod. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf sogar auf bis zu 260 µg an, da die Mutter das ungeborene Kind mitversorgen muss. Ist ausreichend Jod vorhanden, kann die Schilddrüse dies einbauen und dem Körper genügend Hormone zur Verfügung stellen. Besteht aber ein Jodmangel, bemerkt der Körper, dass zu wenige Schilddrüsenhormone verfügbar sind und als Ausgleich vergrößert sich die Schilddrüse. Bei einem anhaltenden Jodmangel wird die Schilddrüse so groß, dass sie nach außen hin sichtbar wird. Es entsteht eine sogenannte Struma (Kropf). Eine solche Schilddrüsenvergrößerung ist allerdings vorerst nicht gefährlich.
