
Sind die Knoten in der Darstellung des Szintigramms grün oder blau eingefärbt oder haben fast gar keine Farbe, handelt es sich um kalte Knoten. Das sind Bereiche, die wenig radioaktives Technetium angereichert haben und somit vermutlich nicht aktiv sind.
Diese Bereiche sind nicht in der Lage, wie normales Schilddrüsengewebe Jod aufzunehmen und Schilddrüsenhormone zu produzieren. Häufig handelt es sich hier einfach um vernarbtes Gewebe, eine Entzündung oder eine Zyste, trotzdem sind die kalten Knoten verdächtig: Es könnte sich um ein Schilddrüsenkarzinom handeln. Um die Diagnose zu sichern, werden kalte Knoten genauer untersucht. Eine Feinnadelbiopsie, bei der die gewonnenen Zellen mikroskopisch untersucht werden, kann weiteren Aufschluss über eine mögliche Bösartigkeit geben.
Wenn nicht sicher ist, ob die Knoten gutartig sind, werden sie meistens vorsichtshalber operativ entfernt. Noch während der Operation kann eine Gewebeprobe entnommen und innerhalb von zwanzig Minuten getestet werden – dies ist der sogenannte Schnellschnitt. Mit der darauf basierenden Diagnose wird entschieden, ob bei der Operation lediglich die Knoten entfernt werden, ein Schilddrüsenteil oder sogar die gesamte Schilddrüse.