Fachbegriffe verständlich gemacht
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Ablation
An die operative Entfernung der Schilddrüse anschließende Behandlung mit radioaktivem Jod, um noch vorhandene Schilddrüsenzellen sowie vorhandene Metastasen zu zerstören.
Calcitonin
Hormon, das von den C-Zellen der Schilddrüse gebildet wird und an der Regelung des Calcium-Stoffwechsels beteiligt ist.
CT (Computertomographie)
Bildgebendes Verfahren, das den menschlichen Körper mittels Röntgenstrahlen schichtweise durchstrahlt und die Ergebnisse auf dem Computerbildschirm darstellt. Ermöglicht die genaue Darstellung minimaler Gewebeveränderungen.
C-Zellen
Zellen, die im Schilddrüsengewebe zwischen den Follikeln liegen und das Hormon Calcitonin herstellen.
DNS (Desoxyribonukleinsäure)
Die DNS bildet das genetische Material und ist Träger der Erbanlagen
Feinnadelbiopsie
Einführen einer dünnen Nadel in das Schilddrüsengewebe, um Gewebe zu entnehmen und die Probe im Anschluss auf Krebszellen zu untersuchen. Wird auch Schilddrüsenpunktion genannt.
Follikel
Kugelförmige Bläschen, die aus mehreren Zellen bestehen. In den Schilddrüsenfollikeln werden die Schilddrüsenhormone gebildet und gespeichert.
Follikuläres Karzinom
Krebsgewebe, das sich aus den Follikeln der Schilddrüse entwickelt hat.
Ganzkörperszintigrafie (GKS)
Medizinisches Untersuchungsverfahren, das Restgewebe, Rezidive und Metastasen nach der Aufnahme von radioaktivem Jod mit einer Gammakamera sichtbar macht.
Hirnanhangdrüse (Hypophyse)
Produziert das Hormon TSH, das bei der Steuerung der
Schilddrüsenfunktion mitwirkt. Die Hypophyse bildet eine funktionelle
Einheit mit dem Hypothalamus.
Hormone
Vom Körper selbst produzierte Botenstoffe, die von Drüsen (z. B. Schilddrüse) oder Geweben produziert und direkt in die Blut- oder Lymphbahn abgegeben werden. Sie steuern die Funktion der Organe und beeinflussen die Stoffwechselvorgänge.
Hyperthyreose
Schilddrüsenüberfunktion. Die Schilddrüse produziert zu viele Hormone und gibt diese an den Organismus ab.
Hypothalamus
Teil des Zwischenhirns, der unter anderem gemeinsam mit der Hirnanhangdrüse die Schilddrüsenfunktion steuert.
Hypothyreose
Schilddrüsenunterfunktion: Die Schilddrüse produziert nicht genügend Hormone für die reibungslose Funktion des Stoffwechsels.
Intramuskuläre Injektion
Ein Medikament wird in Muskelgewebe gespritzt.
Jod
Lebenswichtiges Spurenelement für die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Kann vom Körper nicht selbst produziert werden und muss mit der Nahrung (z. B. in Form von jodiertem Speisesalz) aufgenommen werden.
Karzinom
Bösartige Geschwulst, die von der Haut, den Schleimhäuten oder dem Drüsengewebe ausgeht.
Knoten, heiße und kalte
Die heißen Knoten nehmen bei der Szintigraphie viel Jod auf, sie produzieren zu viele Hormone und sind überaktiv (autonom). Die kalten Knoten nehmen weniger bis kein Jod auf und sind inaktiv.
Medulläres Karzinom (C-Zell-Karzinom)
Bösartiges Schilddrüsenkarzinom, das sich aus den C-Zellen entwickelt.
Metastasen
Tochtergeschwulst eines bösartigen Tumors, Absiedelung von Tumorzellen meist über die Blut- oder Lymphbahn an anderen Körperstellen.
MRT (Magnetresonanztomographie)
Bildgebendes Verfahren, das den menschlichen Körper mittels eines Magnetfeldes und Radiowellen schichtweise durchstrahlt. Ermöglicht die genaue Darstellung minimaler Gewebeveränderungen.
Nebenschilddrüsen
Vier weizenkorngroße Organe, an der Rückseite der Schilddrüse gelegen, die das Homon Parathyrin herstellen.
Parathormon
Hormon, das von den Nebenschilddrüsen zur Regelung des Calciumspiegels und des Phosphatspiegels im Blut produziert wird.
Prognose
Ärztliche Beurteilung des voraussichtlichen Verlaufs einer Erkrankung.
Radiojod
Radioaktives Jod, wird in der Radiojodtherapie und der Radiojoddiagnostik verwendet.
Radiojoddiagnostik
Verabreichung einer geringen Menge von radioaktiven Jod zum Nachweis von Schilddrüsenrestgewebe, Metastasen oder Rezidiven.
Radiojodtherapie
Wenn in der Nachsorgediagnostik (Tg-Messung und/oder GKS) ein positiver Befund auftritt, werden Rezidive oder Metastasen mit radioaktivem Jod zerstört.
Rekombinant
Biotechnologisch hergestellt, durch Verknüpfung von verschiedenen DNA-Stücken entstanden.
Rezidiv
Rückfall, erneuter Krankheitsausbruch; bei Krebs: Wiederauftreten eines Tumors nach kompletter Entfernung oder Abheilung.
rhTSH
Rekombinantes humanes (menschliches) TSH. Dies ist dem körpereigenen TSH sehr ähnlich und hat die gleiche Funktion: Stimuliert die Aufnahme von radioaktivem Jod und die Freisetzung von Thyreoglobulin in den Schilddrüsenzellen. rhTSH ist nicht allergen, das heißt, es löst keine allergischen Reaktionen aus.
Röntgen
Durchleuchten des menschlichen Körpers mittels Röntgenstrahlen, um Veränderungen in Knochen oder Gewebe festzustellen, Erstellung eines Röntgenbildes auf speziellem Filmmaterial.
Schilddrüse
Die Schilddrüse ist eine vor der Luftröhre gelegene, schmetterlingsförmige Drüse. Sie sorgt unter anderem für einen reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels und stellt die wichtigen Schilddrüsenhormone T3 und T4 her.
Schilddrüsenhormone (T3 = Trijodthyronin; T4 = Thyroxin)
Die beiden wichtigsten Schilddrüsenhormone T3 und T4 werden mit Hilfe von Jod in der Schilddrüse gebildet und gespeichert. Sie sind für wichtige Stoffwechselvorgänge im Organismus unverzichtbar, zum Beispiel für den Stoffwechsel, für Eiweißaufbau, Wachstum von Knochen und Gewebe sowie für eine reibungslose Funktion von Nerven, Herz, Kreislauf und Muskeln.
Schilddrüsenkarzinom: differenziert und undifferenziert
Fachbegriff für Schilddrüsenkrebs. Undifferenzierte Schilddrüsenkarzinome bestehen aus Zellen, die nur sehr geringe oder keine Ähnlichkeit mit normalen Schilddrüsenzellen aufweisen. Das Gewebe der differenzierten Schilddrüsenkarzinome ähnelt hingegen den normalen Schilddrüsenzellen, die nach verschiedenen Zelltypen weiter in papilläre und follikuläre Schilddrüsenkarzinome unterteilt werden.
Schilddrüsensonographie
Mit Hilfe von Ultraschallwellen werden Bilder erzeugt, um innere Organe darzustellen und eine mögliche Erkrankung diagnostizieren zu können. Eine Strahlenbelastung tritt nicht auf.
Schilddrüsenüberfunktion
Siehe Hyperthyreose
Schilddrüsenunterfunktion
Siehe Hypothyreose
Szintigrafie
Nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren, bei dem sich radioaktive Substanzen im zu untersuchenden Gewebe ansammeln. Eingesetzt zur Untersuchung des Gewebes bzw. des Organs auf Neu- und Resterkrankungen, Rezidive oder Metastasen.
Thyreoglobulin (Tg)
Eiweiß, das in der Schilddrüse gebildet wird und in den Follikeln zur Speicherung der Schilddrüsenhormone dient, auch Verwendung als Tumormarker.
TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon)
Hormon, das von der Hirnanhangdrüse abgegeben wird und die Schilddrüse zur Produktion von T3 und T4 anregt.
TSH-Bestimmung
Bestimmung der TSH-Konzentration im Blut.
Tumor
Gewebemasse oder Geschwulst, die durch übermäßiges Zellwachstum entsteht. Tumor ist in der Medizin ein wertneutraler Begriff, ein Tumor kann sowohl gutartig als auch bösartig sein.
Tumormarker
Stoffe, deren Auftreten oder erhöhte Konzentration in Körperflüssigkeiten (vor allem im Blut) auf das Vorhandensein und/oder Verlauf von (bösartigen) Tumoren hinweisen.